Spitzenreiter galoppierte davon, war aber von uns überrascht.

08.06.2013   10:00  Lichtenstein

SpG St. Egidien/Lichtenstein gegen Blau-Weiß Gersdorf E 2     10:5  (2:2)

Unsere Torschützen: Marcel (2), Leon (1), Max S. (1), Yanik (1)

Allen war klar:  Heute servierte man uns eine harte Nuss, die wir entweder knacken oder an der wir uns die Zähne ausbeißen würden. Die Spitzenreiter aus St. Egidien/Lichtenstein hatten ihre Pferde gesattelt und waren bereit für das Rennen um die ersehnten drei Punkte. Die grandiose Saison, die unsere Gegner spielen, ließ eigentlich kaum Raum, daran zu glauben, dass wir heute als Sieger vom Platz gehen könnten. Nichts desto trotz oder gerade deswegen waren wir hoch motiviert und wir sollten schnell merken, dass das kleine Fünkchen Hoffnung, was in uns schlummerte, sich heute entzünden und zu einem großen Feuerwerk führen könnte.

Die Lichtensteiner staunten nicht schlecht, dass in der ersten Viertelstunde kein Tor fiel. Wir hielten allen Angriffen stand und sorgten selbst immer wieder für positive Überraschungen. Niklas lieferte eine tolle Leistung ab, fischte die torgefährlichen Bälle brillant aus der Luft und unsere Abwehr hatte viel zu tun, den Wind aus dem Lichtensteiner Doppel-Sturm zu nehmen. Leider passierte nach etwa 20 Minuten das, wogegen wir so wacker angekämpft hatten, das erste Tor für die Lichtensteiner fiel. So ein ganz klein wenig frustriert waren wir schon, ließen aber die Köpfe nicht hängen. Und das war gut so, denn mit erhobenem Haupt sieht man viel besser, wohin man abspielen muss. Auf einmal war die Sensation zum Greifen nahe. Marcel sorgte für den Ausgleichstreffer zum 1:1. Wenig später verwandelte Leon einen indirekten weiiiiiiten Freistoß in ein direktes Tor, weil der Lichtensteiner Torhüter glücklicherweise seine Hand im Spiel hatte. So gingen wir an diesem Tag erstmals in Führung. Auch wenn die Lichtensteiner bestimmt nicht damit gerechnet hatten, so waren sie sich doch ihrer Favoritenrolle bewusst und sorgen kurz darauf für den Ausgleich. So ging es mit einem 2:2 in die Pause.

Einmal kurz für ein paar Minuten verschnaufen, das tat gut! Wir hatten in der ersten Halbzeit viel aus uns rausgeholt und waren bereit, alle verbleibenden Reserven anzuzapfen und die Sensation perfekt zu machen. Heute den Lichtensteinern drei Punkte klauen, das wäre, als wenn Düsseldorf den FC Bayern schlägt. Nein, diese Formulierung trifft es nicht ganz, denn heute sahen die blau-weißen Fans über weitere Strecken zwei ebenbürtige Mannschaften. Am Spielfeldrand pulsierten die Pulse von Trainern und Fans hüben und drüben in gefährlichen Höhen und der Lattenkracher von Marcel ließ die blau-weißen Herzen noch unruhiger schlagen. Unter großem Jubel schafften wir kurze Zeit später nach gutem Zusammenspiel von Luka und Max S., mit einem 2:3 in Führung zu gehen. Die Überraschung war zum Greifen nahe.

Doch unsere Batterien hatten in der Spielzeit einiges an Strom verloren und es schlichen sich kleine Fehler ein. Fehler, die ein Team wie St. Egidien/Lichtenstein nicht verzeiht, sondern gnadenlos ausnutzt. In der Halbzeitpause hatten uns die Trainer eindringlich aufgefordert, konsequent am Mann zu bleiben und unsere Gegner eng zu decken. Sie hatten recht, wie so oft! Man darf die Lichtensteiner einfach nicht frei rumlaufen lassen. Das rächt sich bitter.

Die Rache kam: Gnadenlos, unbarmherzig, Tor für Tor! Die individuelle Klasse der Lichtensteiner Spieler wurde insbesondere in der zweiten Halbzeit deutlich spürbar. Justin wurde zum Akkordarbeiter, konnte uns aber nicht mehr retten. Einen 100prozentigen Treffer der Lichtensteiner wehrte Erik taktisch klug mit der Hand ab, so dass wir wenigstens noch eine kleine Chance hatten, den unweigerlich folgenden Elfer zu halten. Leider ging auch der ins Netz. Es half alles nichts, den Lichtensteinern gelang es, uns auszutricksen und durch unseren Abwehrdamm tropfte allmählich das Wasser. Dann brach er endgültig und wir sahen unsere Felle und die Hoffnung auf die drei Punkte davonschwimmen. Letztlich reichte es nur zu einer 10:5-Niederlage. Doch eines bleibt festzuhalten: Wir haben zwar das Spiel, aber nicht unser Gesicht verloren. Jungs, wir sind stolz auf unsere Blau-Weißen und freuen uns über den tollen Vormittag, den ihr uns beschert habt.

Und hier noch ein paar Bildeindrücke von Ronny Köhler, vielen Dank.

Ein Kommentar

  1. Auch wenn das Spiel verloren ging, so habt ihr doch euer Bestes gegeben. Wichtig ist, dass ihr Freude am Spiel habt und als Mannschaft zusammensteht.

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